Der Amoklauf in München am Freitag zeigt auf eindrucksvolle Art die Risiken moderner Berichterstattung in Echtzeit auf. Und er verdeutlicht die gestiegenen Anforderungen an Qualitätsjournalismus. Denn eine der größten Herausforderungen von Journalisten ist es mittlerweile, professionell abzuwägen zwischen Gründlichkeit und Schnelligkeit. Warum ist das so? Weil eine Eilmeldung oder Breaking News per definitionem schnell herausgehen
Die neuesten Zahlen des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) belegen es: Tageszeitungen haben es weiterhin schwer. Anzeigenerlöse gehen weiter zurück (-9,7 % in 2013), der Vertrieb stagniert (-0,2 % in 2013), der Gesamtumsatz sinkt auf 7,4 Mrd. Euro (-4.2 % in 2013). Von einzelnen Ausnahmen abgesehen, ist die Zukunft der Zeitung nach wie vor sehr herausfordernd. Deutlich anders verhält es sich bei Fachmedien. Ihr
Die Frage nach der Qualifikation von Journalisten und damit nach der Qualität journalistischer Produkte müssen sich Medienverantwortliche im Wandel der Zeiten immer wieder neu stellen. Gerade im Digital Media Zeitalter ist diese Frage entscheidend für die Zukunftsfähigkeit von Zeitschriften- und Zeitungsverlagen bzw. von trimedialen oder quattromedialen Medienhäusern. Nach Überzeugung der renommierten Axel Springer Akademie, die
Vor rund zehn Jahren war ich Gast einer Redaktionskonferenz der Financial Times Deutschland mit Chefredakteur Christoph Keese in Hamburg. Die Aufbruchstimmung damals hinsichtlich der Zukunft der Zeitung und der Newsroom bleiben mir in lebhafter Erinnerung. Jetzt bewegt mich das Blatt wieder. Denn seine Einstellung macht deutlich, dass der Bedeutungsverlust von Print eine der großen Herausforderungen
Moderne Verlage und Sendeanstalten sind längst moderne Medienhäuser, die trimediale Antworten auf geänderte Mediennutzung liefern. Sie haben verstanden, dass die Zeit des spartenzentrierten Journalismus überholt ist. Sie haben verstanden, dass sie Themen-orientiert arbeiten und ihre qualitativ hochwertig aufbereiteten Inhalte über alle relevanten Ausspielkanäle publizieren müssen. Moderne Medienhäuser begreifen sich außerdem nicht mehr nur als Sender,
Um es gleich vorweg zu sagen: Natürlich muss man muss das Buch „Silicon Valley“ von Christoph Keese nicht lesen. Dann allerdings sollte man sich tunlichst anderweitig über die „imperialen Digitalmonopole“ informieren, wie sie Frank Schirrmacher einst nannte. Wer jedoch Keeses Ausführungen über die Marktmacht von rein technisch zentrierten Internet-Monopolisten liest, erhält einen umfassenden Einblick. Denn