Pioniere bauen Straße von Sarajewo nach Goražde
17.09.1996: Am diesem zweiten Tag der Journalistentour durch das ehemalige Jugoslawien fliege ich mit einem Transporthubschrauber vom Typ CH-53 von Trogir in die bosnische Ortschaft Ustikolina. Dort bauen 418 deutsche Pioniere einen Teilabschnitt einer neuen Straße von der bosnischen Hauptstadt Sarajevo nach Goražde am Fluß Drina. Im Dayton-Abkommen wurde vereinbart, dass durch diese neue Straße beide bosnischen Städte innerhalb des Territoriums der Föderation Bosnien und Herzegowina verbunden sind. Bislang gibt es nur eine Verbindung, die allerdings über das Gebiet der serbischen Republik (Republika Srpska) führt.

Foto: © Dr. Dominik A. Faust

Foto: © Dr. Dominik A. Faust

Foto: © Dr. Dominik A. Faust
Der von den deutschen Pionieren errichtete Teilabschnitt liegt zwischen Ustikolina und dem rund 16 Kilometer entfernten Weiler Jabuka. Mit einem Unimog fahren wir diese Strecke hin und zurück. Eine der Herausforderungen für die uniformierten Straßenbauer besteht darin, in Ustikolina ca. 100 Höhenmeter zu überwinden. Um beim Baggern nicht durch Minen gefährdet zu werden, wird ein Pionierpanzer „Dachs“ eingesetzt, der unter anderem an seinem Teleskoparm mit so genanntem Tieflöffel sowie an seinem Räum- und Stützschild zu erkennen ist. In Jabuka errichten die deutschen Pioniere auch eine Brücke über einen kleinen Fluss. Zur Befestigung befüllen sie Drahtkörbe mit Schotter.
Die weitere Strecke von Jabuka nach Sarajevo bauen übrigens portugiesische Pioniere weiter.

Teil 1
Mit Luftwaffe und Heeresfliegern ging es von Penzberg nach Zadar, Slpit, Trogir.

Teil 3
Bilder der zerschundenen Stadt Sarajevo, wenige Monate nach Belagerungsende.

Thema Drei
Erkunden Sie dieses Thema für grundlegendes Wissen und Erkenntnisse.

