Minister Volker Rühe besucht Truppen in Bosnien

18.09.1996: Während ich bereits einige Tage als einzelner Journalist vor Ort bin, kommt heute der Verteidigungsminister samt großem Medientross aus Deutschland nach. Der Truppenbesuch von Volker Rühe wird zwei Tage dauern. Entsprechend hoch ist die Anspannung unter den Soldaten der Bundeswehr.

Zunächst landet der Minister mit einer Maschine der Flugbereitschaft der Luftwaffe in der bosnischen Hauptstadt Sarajevo. Ich bin bereits vor Ort. Auch Rühes britischer Amtskollege Michael Portillo ist angereist. Beide geben eine internationale Pressekonferenz. Als junger Reporter bin ich beeindruckt, die großen Journalisten-Vorbilder an meiner Seite zu haben. Darunter befinden sich der Leiter des WDR-Studios Bonn und Moderator der ARD-Sendung „Bericht aus Bonn“, Martin Schulze (Titelfoto), der erfahrene Auslandskorrespondent der ARD Friedhelm Brebeck sowie Karl Feldmeyer von der FAZ.

Auf der PK in Sarajevo erklärte Volker Rühe u.a., dass die deutschen Truppen künftig nicht mehr nur logistische Aufgaben erfüllen, sondern die Einhaltung des Dayton-Abkommens aktiv überwachen werden.

Anschließend gab es ein Pressegespräch mit dem deutschen Koordinator für den Wiederaufbau in Bosnien, Michael Steiner, in den Räumen der OSZE im Holiday Inn sowie eine Presserundfahrt durch Sarajevo, wo meine Bilder einer zerstörten Stadt entstanden. Am Nachmittag flog der Medientross von Sarajevo mit mehreren Hubschraubern vom Typ CH-53 nach Sipovo und Trogir. Dort besuchten die beiden Verteidigungsminister ihre Truppen. Stellvertretend dankte Volker Rühe dem nationalen Befehlshaber der deutschen Kräfte im Einsatzland, General Friedrich Riechmann, für den Einsatz seiner Soldaten.

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Eckdaten zu Volker Rühe
rnDer am 25. September 1942 in Hamburg geborene Volker Rühe ist seit 1992 Bundesminister der Verteidigung unter Bundeskanzler Helmut Kohl. Bis zu seinem Einzug in den Deutschen Bundestag als Abgeordneter der CDU im Jahre 1976 war Rühe in seiner Heimatstadt im Schuldienst tätig als Lehrer für Deutsch und Englisch. Wegen seines Studiums wurde er zunächst vom Wehrdienst zurückgestellt und später nicht mehr eingezogen. Sein britischer Kollege Michael Portillo ist übrigens seit vergangenem Jahr Verteidigungsminister. Er hat einen Abschluss in Geschichtswissenschaft.

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