Vor wenigen Tagen hat auch einer meiner Neffen feierlich geschworen, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen. Das ist gut, denn wir brauchen eine schlagkräftige Armee mit hoch motivierten, exzellent ausgebildeten und ausgestatteten sowie tapferen Männern und Frauen, die bereit sind, unser Volk und unser Land gegenüber Agressoren zu verteidigen. Leider wird es diese auch in Zukunft immer an der Spitze anderer Staaten oder Bewegungen geben.
Das galt auch schon während des Jugoslawienkriegs Angang der 90er Jahre oder für das Taliban-Regime in Afghanistan und andere Friedensbrecher. Sie werden auch vom System kollektiver Sicherheit der Vereinten Nationen (VN) nicht abgeschreckt. Deshalb habe ich in meiner Dissertation die Effektivität dieses Sicherheitssystems anhand des Bosnien-Konflikts untersucht.
Ausgehend vom Ergebnis, dass das System nicht wirksam ist und die VN zu selten in bewaffnete Konflikte zum Zwecke der Friedenssicherung gewaltsam intervenieren, entwerfe ich ein effektiveres globales Sicherheitsmodell, ein System effektiver Sicherheit (SES). Das System effektiver Sicherheit sieht unter anderem Regionalausschüsse des Sicherheitsrates vor, die eng mit militärischen Organisationen kooperieren. Im Folgenden habe ich einige Rezensionen meines Buchs aus Fachzeitschriften gesammelt.
Rezensionen zu „Effektive Sicherheit“ (Auswahl)
„[…] Zu selten werden die Möglichkeiten gewaltsamer Interventionen zur Friedenssicherung genutzt und damit potenzielle Aggressoren abgeschreckt. […] Aufgrund dieser kritischen Analyse des derzeitigen Systems entwickelt Faust ein alternatives, globales Modell […]. Dazu gehört vor allem die Einrichtung eines Sicherheitsrates mit Regionalausschüssen, die mit anderen Regionalorganisationen wie z.B. NATO, EU, ASEAN, Arabische Liga etc. kooperieren. Gerade im Hinblick auf die aktuellen Krisenszenarien wie im Nahen-Osten oder mit Blick auf den Irak erscheint ein solches Denkmodell zukunftsfähig. […]“
Dr. Erich Vad
EUROPÄISCHE SICHERHEIT 3/2003
„[…] Friedensbrecher werden seiner Meinung nach nicht genügend abgeschreckt. Um seine Hypothese zu überprüfen, unternimmt Faust eine Effektivitätsanalyse des Systems der Kollektiven Sicherheit als Ganzes und eine Analyse der Effektivität der verwendeten Instrumente. Im ersten Fall benutzt er Kriterien wie die Frage nach dem Informationsbedarf und den Möglichkeiten zur Informationsgewinnung […]. Für die Analyse der Instrumente untersucht er mit dem Bosnien-Konflikt von 1992-1995 einen konkreten historischen Fall. Er kommt zu dem Schluss, dass das System als Ganzes nicht funktioniert – eine Meinung, die er unter anderem auch mit vielen Literaturbelegen untermauern kann. […]“
Zeitschrift für Politikwissenschaft 01/2003
„[…] Zur Umsetzung friedenserhaltender bzw. -schaffender Maßnahmen bedarf es, so der Autor, entschlossener (militärischer) Sanktionen als Mittel zur Eindämmung von Konflikten. Eine dahingehende Reform könnte ein von ihm entwickeltes System effektiver Sicherheit (SES) schaffen […]. Die zentralen Merkmale dieses Systems sind u.a. ein um Regionalausschüsse erweiterter VN-Sicherheitsrat sowie die Idee der engen Kooperation solcher mit Kapitel-VII-Organisationen. Die Besonderheit des SES liegt nicht nur in seiner Realitätsnähe sondern auch darin, dass Faust dieses bereits auf Funktionstüchtigkeit hin kritisch überprüft hat. Ein empfehlenswertes und sehr übersichtlich strukturiertes Buch.“
Soldat und Technik, Nov. 2002
[…] Buchautor Dominik A. Faust hat das System kollektiver Sicherheit der VN auf seine Effektivität hin analysiert. […] Das Ergebnis: […] die VN schrecken Aggressoren kaum ab, weil sie zu selten die Möglichkeit der gewaltsamen Intervention zur Friedenssicherung nutzen. […] Die Gründe der Unwirksamkeit sind vielfältig. […] Anhand der Ergebnisse der für eine politikwissenschaftliche Arbeit ungewöhnlichen Effektivitätsbetrachtung entwirft Faust ein alternatives Sicherheitssystem. […] Der Autor, Reserveoffizier und Pressesprecher eines wehrtechnischen Unternehmens in München, denkt in großen Alternativen, die in der Politikwissenschaft heutzutage wenig gefragt sind. Das stringent gegliederte Buch besticht durch klare Argumentation, gute Lesbarkeit und eine breite Materialbasis.
aktuell – Zeitung für die Bundeswehr (2002)
Titelbild: © Dr. Dominik A. Faust

